Plastikbaum bekommt neue Triebe

Das Wunder von Chemnitz!

Chemnitz – Ob die weinende Madonna von Syrakus oder die blutende Ikone des Großen Nagus im Handelsturm auf dem heiligen Marktplatz von Ferenginar – Wunder gibt es immer wieder.

So hat nun auch die sächsische Großstadt, nach Eigenaussage die „Stadt der Moderne“,  ihr eigenes, modernes Mysterium.

Als Tiberius Fröhlich, ein erfahrener Kapitän der Gebirgsmarine, gestern den Karton mit den Weihnachtsutensilien aus dem Keller holte, konnte er seinen Augen kaum trauen.

Der eindeutige Beweis - Der magische Baum leuchtet sogar nur mithilfe elektrischen Stroms!

Der eindeutige Beweis – Der magische Baum leuchtet sogar nur mithilfe elektrischen Stroms!

Schon vor dem Öffnen des Kartons bemerkte er, dass dieser unverkennbar einen Tannennadelduft verströmte. Und beim Hineinsehen verschlug es ihm dann die Sprache:

Der Plastikweihnachtsbaum hatte junge, frische Triebe!

Der Familienvater exklusiv zum Berliner Herold :

„Also ich war total von den Socken, das kann ich ihnen sagen! Ich meine, die ganze Weihnachtszeit ist für einen Familienvater wie mich, der Job und Familie irgendwie zusammen auf die Reihe bekommen muss, sowieso der reinste Stress. Deswegen habe ich gestern, bevor ich den Baum aufstelle, noch schnell einige Glühwein und ein paar Kurze gezischt. Anders kann ich diesen alljährlichen Wahnsinn einfach nicht mehr ertragen. Und dann passiert mir so etwas. Einfach unfassbar!“

Dezente sakrale Musik, wie ein Flüstern oder Rauschen

„Heute, einen Tag später,  meine ich auch noch, mich an eine dezente, sakrale Musik erinnern zu können. Die kam ganz leise von irgendwoher. Wahrscheinlich aus der Steckdose. Oder von der großen Ratte, die mich schon den ganzen Tag über beobachtet hat. Das war so etwas wie Engelsgesang, gepaart mit einem Rauschen oder Flüstern. Aber das kann ich natürlich nicht beweisen. Doch den Baum, den können sie sich gern anschauen. Der steht bei uns im Wohnzimmer.“

Das war so etwas wie Engelsgesang

Es bleibt abzuwarten, ob die Wohnstube der Fröhlichs demnächst zu einem ähnlich stark frequentierten Wallfahrtsort wie Lourdes, Santiago de Compostela oder Bielefeld  wird. Herr Fröhlich jedenfalls ist nun erst mal „einen zischen“ gegangen, da er heute zwar keine Wallfahrer, aber dafür seine ungeliebten Schwiegereltern erwartet.

Quelle: © Daniel Stricker/Pixelio.de
Quelle: © Karl-Michael Soemer/Pixelio.de

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