Anfängerfahrspur auf der A 100

Psychologische Hemmschwelle - Autofahrer sollen nun erzogen werden

Geplant:

Weniger Staus durch effizientere Platzausnutzung

Berlin – Wer am vergangenen Wochenende auf der Berliner Stadtautobahn in Fahrtrichtung Süd unterwegs war, musste viel Zeit einplanen. Denn die A100 wurde wegen dringend notwendiger Rekonstruktions- und Umbauarbeiten zwischen den Abfahrten Alboin- und Gradestraße von drei auf nur eine Fahrspur verengt. Kilometerlange Staus, mit einer Passierdauer von teilweise über zwei Stunden waren die Folge und sorgten für Verärgerung bei den Autofahrern.

Der Grund für die Sperrung und die damit verbundene Verkehrsbeeinträchtigung, findet sich in einem bundesweit einmaligen Pilotprojekt.

So ist es,  gerade auch auf dem Berliner Stadtring, tägliche Praxis, dass sich etwa 50% der auf die Autobahn auffahrenden Kraftfahrer, selbst bei nur geringer Verkehrsdichte und frei befahrbareren rechten Fahrstreifen, sofort auf dem Mittelfahrstreifen einordnen.

Mittelspurfahrern ist oft nicht bewusst, dass sie mit ihrem Verhalten gefährliche Fahr- und Überholmanöver provozieren. Damit soll nun endlich Schluss sein

Dies stellt nicht nur eine absolute Unsitte dar, sondern auch einen konkreten Verstoß gegen die gesetzlichen Vorschriften (§2 & 7 StVO).

Doch da die Berliner Polizei angesichts der schieren Masse dieser Verstöße hier anscheinend längst kapituliert hat und derart gelagerte Delikte nur noch in den seltensten Fällen ahndet,  hat sich das Fehlverhalten in den Köpfen der betreffenden Autofahrer bereits manifestiert.

Wenn diese Kraftfahrer dann wirklich einmal auf ihre Verhaltensweise angesprochen werden, bringen sie Ausreden wie: „ich fahre doch schon schnell genug“ oder „links war doch noch Platz“ hervor.

Tägliches Ärgernis – Dauerlinksfahrer

Auch logische Argumente der Beamten wie: „Sie zwingen andere Autofahrer, die ordnungsgemäß den rechten Fahrstreifen benutzen zu einem doppelten Spurwechsel , da diese sie ja rechts nicht überholen dürfen“ werden uneinsichtig mit vorgenannten Sätzen quittiert.

An diesem Punkt setzt nun die Studie an:

Geplant ist es, den mittleren Fahrstreifen der Berliner Stadtautobahn als reine Anfängerspur auszuweisen. In der Hoffnung auf die psychologische Wirkung dieser Maßnahme. Denn kaum ein Autofahrer und schon gar keiner der chronischen Mittelspurfahrer, sieht sich selbst gern als Anfänger!

Und in keinem anderen Lebensbereich differiert die Selbsteinschätzung der eigenen Leistung so sehr mit den tatsächlichen Gegebenheiten.

Nun hoffen die Initiatoren der Studie auf ein Umdenken durch Einsetzten des Aha-Effekts. Auch die berühmt-berüchtigte „Berliner Schnauze“ wird mit Sicherheit ihren Beitrag dazu leisten. Denn einen Namen für den so markierten mittleren Fahrstreifen haben die Berliner längst gefunden: „Idiotenspur“

Quelle: Michael Frey

Quelle: Rama

Quelle: Occitandu34


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2 Kommentare zu Anfängerfahrspur auf der A 100

  1. Wußte gar nicht das sie in Ihrem Alter noch Auto fahren dürfen Herr Kollege.

  2. Wer hat’s erfunden?
    Das erste Bild stammt eindeutig von der A1 in der Schweiz.

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