Flughafen Tempelhof: Endlich ein vernünftiges Nutzungskonzept!

Der Haupteingang des Flughafens - Bald ist hier wieder mehr Betrieb!

Berlin – Endlich haben die Berliner Klarheit, was die Zukunft des ehemaligen Flughafens Tempelhof angeht. Nach langen Hin und Her steht nun fest, was mit dem 386 Hektar großen Gelände geschieht.

Mit Sicherheit eine Schlappe für Berlins Oberbürgermeister Klaus Wowereit. Denn er gilt als maßgeblich mit dafür verantwortlich, dass das Areal weit unter Marktwert an die Bread and Butter-Modemesse vermietet wurde.

Das dieser Vertrag nun annulliert wurde, ist folgender Tatsache geschuldet: Das Flughafengelände gehört dem Bund und nicht dem Land Berlin! Also liegt auch die Entscheidung, über eine Nutzung oder Nichtnutzung der Flächen, auf Bundesebene. Und dort wurde nun entschieden:

Auf dem Gelände des Flughafens Tempelhof entsteht ein Truppenübungsplatz!

Vor dem Hintergrund ständig steigender Auslandseinsätze der Bundeswehr, müssen dringend neue Schulungs- und Ausbildungskonzepte für die Truppe erarbeitet werden. Beispielsweise fehlt es den Kommando Spezialkräften (KSK)  der Bundeswehr, an geeigneten Standorten um ihr taktisches Training absolvieren zu können.

Die Berliner freuen sich – Endlich mehr innere Sicherheit!

Der ehemalige innerstädtische Flughafen Tempelhof ist hierfür ideal geeignet. Es lassen sich Luftlandeoperationen, Häuserkampf- und Schießübungen absolvieren.  Also all das, was den Aufgabenschwerpunkt dieser Spezialeinheit im realen Kampfeinsatz bildet.

Einschränkungen für das Training gelten jedoch beim Kaliber der Waffen. Bisher liegt nur eine Genehmigung bis hin zum Kaliber 308 (7,62mm x51) vor. Durchschlagskräftigere und weiterreichende Waffen, sind vorerst aus Gründen des Emissionsschutzes und um möglichst eine Gefährdung der Anwohner zu vermeiden, nicht zugelassen.

Die Bevölkerung Berlins gilt, was den Schusslärm angeht, durch den früher hier herrschenden Flugbetrieb als ausreichend desensibilisiert. Was die mögliche Gefährdung angeht: Etwaige Querschläger, kündigen sich durch ein laut surrendes Geräusch an, so das genügend Zeit bleiben sollte, ihnen aus dem Weg zu gehen.

Berlin feiert mit – Parade der Bundeswehr auf dem Tempelhofer Damm

Neben dem Heer wurden aber auch der Luftwaffe  Zugeständnisse gemacht. So sieht die Planung vor, das Jagdgeschwader 71 -Richthofen (JG71) vom Fliegerhorst Wittmundhafen, nach Tempelhof zu verlegen.

Denn auch als Luftwaffenstützpunkt gilt Tempelhof als ideal!

Die Start- und Landebahnen sind nach wie vor in einem guten Zustand, die Radartechnik zur Luftraumüberwachung kann weiterhin genutzt werden und die Hangars für die Jets, sowie die Truppenunterkünfte, benötigen lediglich einen neuen Anstrich.

Zwei Alarmrotten werden demnächst von Berlin aus den Luftraum überwachen und so als Instrument zur Wahrung der nationalen Souveränität helfen, Luftraumverletzungen mit der gebotenen Härte zu ahnden.

Hierfür werden in Tempelhof sechs Abfangjäger vom Typ F-4F Phantom II stationiert, welche rund um die Uhr einsatzbereit und wenn nötig – innerhalb von nur 15 Minuten – auch startbereit sind.

Schön und bedrohlich – FA-18-F Super Hornet/Müdes Wiesel auf dem Vorflugfeld

Die zentrale Lage, mitten in Berlin,  dürfte auch hier das ausschlaggebende Kriterium für die Standortwahl gewesen sein.

„Sollte der Einsatz der Bundeswehr im Landesinneren doch einmal vonnöten sein, ist die strategisch günstige Lage des Stützpunktes ein unschätzbarer Vorteil!“ und:

„Wenn es in Gleiwitz mal wieder Ärger geben sollte, wir sind bereit!“ so ein Sprecher des Verteidigungsministeriums zum Berliner Herold.

  1. Quelle: Gryffindor
  2. Quelle: böhringer friedrich
  3. Quelle: davric
  4. Quelle: U.S.Navy

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1 Kommentar zu Flughafen Tempelhof: Endlich ein vernünftiges Nutzungskonzept!

  1. Ja … da habt Ihr echt den richtigen Albtraum getroffen!

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