Grundwasserschutzinitiative: Tätowierte müssen künftig als Sondermüll deklariert werden

+++Bundesregierung plant Änderungen des Bestattungs- und des Abfallentsorgungsgesetzes +++

Berlin – Tattoo-Farben können krebserregende Substanzen, toxische Farbstoffe, verbotene Konservierungsstoffe und sogar Schwermetalle enthalten. Stoffe, die nicht in den Körper oder in das Grundwasser, sondern auf den Sondermüll gehören.

Auf diesem Diagramm gut zu erkennen: Die Belastung des Grundwassers durch Tattoo-Toxine ist in den neuen Bundesländern am höchsten.

Auf diesem Diagramm gut zu erkennen: Die Belastung des Grundwassers durch Tattoo-Toxine ist in den neuen Bundesländern am höchsten.

Eine Gesetzesinitiative des Bundesgesundheitsministeriums plant nun eine Bestattungsvorsorgepflicht für Tattoo-Träger. Die Betroffenen müssen künftig verbindlich festlegen, welche Bestattungsform sie wählen.

Feuerbestattungen gelten als unbedenklich, da moderne Filteranlagen die Giftstoffe nahezu vollständig absorbieren. Wird aber eine Erdbestattung ohne Einäscherung gewünscht, muss eine Einverständniserklärung zum vorherigen Entfernen der Tattoos vorliegen. Die entfernte Haut wird dann entsprechend entsorgt. Eine Vorgehensweise, die zum Beispiel bei Herzschrittmachern oder Brustimplantaten längst gängige Praxis ist.

Inka Feder, die ehemalige Nachbarin eines Bekannten des Sprechers des Bundesgesundheitsministeriums, hierzu zum Berliner Herold:

„Das Problem der Giftstoffe in den Tattoo-Farben ist der Bundesregierung seit Jahren bekannt. Es wurde aber, vermutlich aus Pietätsgründen, bislang von der Politik ignoriert. Jedoch kommen wir nun nicht mehr umhin, dieses Problem auf die Tagesordnung zu setzten. Denn die im Zuge der Fracking-Debatte ermittelte Messwerte zeigen teils alarmierende Schadstoffbelastungen unseres Grundwassers. Besonders im Osten der Republik gilt das Grundwasser schon jetzt als hochbelastet.

Und wer “Nein zum Fracking!“ – also dem willentlichen Einbringen von Giftstoffen in die Erde – sagt, der muss konsequenterweise auch gegen die ständig fortwährende Kontamination des Grundwassers durch toxische Tattoo-Farben vorgehen. So viel Weitsicht sind wir den nachfolgenden Generationen einfach schuldig.“

© Pic & Grafiken 1/2 by Pixabay/CC0

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9 Kommentare zu Grundwasserschutzinitiative: Tätowierte müssen künftig als Sondermüll deklariert werden

  1. Melli // 9. Juni 2015 um 12:45 //

    Is klar, als ob es nur an ‚toten Tattoowierten Menschen liegt, das das Grundwasser mit Giftstoffen belagert ist!
    Wenn man tattoowierte als „Sondermüll“ betrachten will, wie nennt man dann das altbekannte Problem der Müllentsorgung in Gewässern? Was macht der Staat denn dagegen? Ganz genau-NICHTS!
    Und niemand kann mir erzählen; das die Giftstoffe NUR von toten tattoowierten kommen soll!
    Der Staat sollte sich mal mit richtigen Problemen auseinander setzen (Obdachlose,Kinder- die nichts zu essen haben und auf der Straße schlafen müssen, Leute- die von Flüchtlingen angegriffen werden und viele andere Dinge!) Aber nein alles wird ignoriert, Hauptsache ihnen geht es gut und sie müssen sich mit so einem Senf auseinandersetzen! Unverständlich!

  2. Ist Satire Melli 😉

    Sollte das doch irgendwann mal so kommen, dann kann ich nur sagen: Feuer frei!

  3. Aber wenn beim Fracking hunderte Tonnen eines hochgradig toxischen Chemiecocktails in den Boden gepumpt wird ist das natürlich völlig harmlos. Wie blöd sind Merkel und Co. eigentlich?

  4. heinz lotz // 9. Juni 2015 um 23:11 //

    Die haben jetzt wirklich einen Dachschaden in Berlin. Seit 2009 gibt’s ne Tattoo Farbverordnung. Außerdem kann sich ja wohl jeder vorstellen das grade in Deutschland solche bedenklichen Farben unter die Haut bringen wohl strengstens verboten ist. Langsam werden unsere Politiker nur noch lachplatten. Wollt ihr die Bürger nur für blöd verkaufen oder sucht ihr ne Entschuldigung für euer scheiß Fracking?

  5. Tim Tonic // 10. Juni 2015 um 12:04 //

    Erstaunlich, wie viele Menschen keinerlei Ahnung haben, was Satire bedeutet. Sind bestimmt alles die sozialistischen Brüder und Schwestern aus den betroffenen Gebieten der ehemaligen sowjetischen Besatzungszone.

  6. Untattowiert // 12. Juni 2015 um 19:57 //

    Wer sich ein Tattoo stechen lässt ist schonmal potentieller Satire-Nichterahner. Mal im Ernst: Nur weil nicht Postillon darüber steht?
    Tut mir Leid, aber das bedient einige Vorurteile.

  7. Also wer einen Artikel ernst nimmt, in dem steht:
    „Inka Feder, die ehemalige Nachbarin eines Bekannten des Sprechers des Bundesgesundheitsministeriums, hierzu zum Berliner Herold:“

    Der sollte generell keine Zeitungen lesen oder Nachrichten schauen, egal ob Satire oder nicht…

  8. Immer wieder irre, wie viele Dummbatzen sofort voll abfahren, weil sie den witz nicht verstanden haben!! Ich lach mich hier voll weg! Bitte bitte weiter so!!!!!

  9. Gerald // 10. Juli 2015 um 18:07 //

    @Don
    Die gucken bestimmt auch gläubig Bauer sucht Frau *wegschmeiss vor Lachen*

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