Laubbläser bald gesetzlich verboten

+++Deutschland atmet auf+++

Brüssel – Es ist in jedem Herbst das Gleiche, sobald die ersten Blätter fallen, sind die Mitarbeiter der städtischen Straßenreinigungsbetriebe zur Laubbeseitigung im Einsatz.

Doch zum Ärger vieler Anwohner sind die Straßenreiniger oftmals nicht mehr mit einem Besen, sondern stattdessen mit laut dröhnenden Laubläsern bewaffnet.

Erinnern in ihrem Auftreten an die Imperialen Sturmtruppen: Mit Laubsaugern bewaffnete Einheit der städtischen Straßenreinigung

Erinnern in ihrem Auftreten an die Imperialen Sturmtruppen: Mit Laubsaugern bewaffnete Einheit der städtischen Straßenreinigungsbetriebe

Selbst dem unkritischsten Beobachter entzieht sich der Sinn eines solchen Gerätes. Unter unsäglichem Getöse, das in seiner Intensität an ein startendes Verkehrsflugzeug erinnert, vermag es diese mehrere Kilo schwere Konstruktion gerade mal, ein paar Blätter träge vor sich herzutreiben.

Doch damit soll nun bald endgültig Schluss sein.

Denn während sich die Mitarbeiter der Straßenreinigungsbetriebe noch mithilfe eines Gehörschutzes vor dem ohrenbetäubenden Lärm der Laubbläser schützen können, ist es für die Anwohner unmöglich, diesen Lärmquellen zu entkommen. Und einige, besonders ’leistungsstarke‘, Geräte emittieren mehr als 140 Dezibel, was irreversible Hörschädigungen hervorrufen kann.

Eine Klage, die von aufgebrachten Bürgern beim Europäischen Gerichtshof eingereicht wurde, scheint nun endlich zum europaweiten Verbot der unsäglichen Lärm-Maschinen zu führen.

In der Urteilsbegründung des Europäischen Gerichtshofes heißt es, dass „…Laubbläser und Laubsauger mit den durch die Genfer Konventionen geächteten sogenannten Schallwaffen gleichzusetzen sind. Sie müssen deswegen auf die gleiche Stufe wie Kriegswaffen gestellt werden und sind sofort aus dem Verkehr zu ziehen…“.

Bild © Charles & Hudson/Wikimedia/CC2.0

Bild © Frank Vincentz/Wikimedia/CC3.0

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7 Kommentare zu Laubbläser bald gesetzlich verboten

  1. EuroTanic // 10. Oktober 2014 um 15:31 //

    recht so. ich werde morgens immer wieder gewaltsam aus meinem wohlverdiehnten schlaf gerissen. und wenn ich in der stadt bin versauen die mir mit diesen angriffswaffen meine gehörgange.
    von deutschem boden soll nie wieder ein gebläse ausgehen.

  2. die Pieper sollten sie verbieten!
    Die Welt piept. Die Ganze welt hat einen Piep.
    und die Martinshörner verursachen mehr Todesfälle, als sie retten, würd ich wetten!

  3. Leidgenossen zwischen Krummer Lanke, Reichstag und Gedächtniskirche: „Bei uns in Berlin jibtet ´ne Lösung: Um die Nachtschicht-Schläfa tachsüwa nicht zu störn, jeht det mit die Jebläse künftich nachts durch de Botanik.“
    Der belgische Umweltschützer Kobe van 
den
 Drecksten:
 „Nu, wir planen zudem, alle Bäumle zu liquidiere.“

  4. wilfried kulle // 6. November 2014 um 10:41 //

    es wurde geschrieben das laubblaeser aus fen verkehr gezogen werden muessen und verboten sind.wo haben sie das her,es stimmt naemlich nicht.
    w.kulle

  5. Die, die diese Schallwaffen bedienen, sind Schallaffen. Wobei auch Tiere gegen Laubbläser sind.

    Hier singt die Katze Crazy Cat, 1ter Vorsitzender der Vereinigung der Tiere gegen akustische Umweltverschmutzung in einem Video ein Lied gegen diese Höllenmaschinen:
    http://www.frazy.tv/music/laubblaeser

  6. Der mit dem Laub kämpft :-) // 26. November 2014 um 18:58 //

    Ich arbeite in der Außenreinigung, daher habe ich jeden Tag mit diesen Dingern zu tun. Aber wenn ich mir vorstelle das ich in Zukunft alles mit den Besen und Rechen machen soll, dann frage ich mich wann ich fertig werden würde. Ich schaffe am Tag 30 Objekte und mag mir gar nicht ausmalen wie lange ich mit Besen und Rechen unterwegs wäre. Davon mal abgesehen wer will das bezahlen? Ich würde Wetten das nach der nächsten Nebenkostenabrechnung alle ein wenig anders über den guten Laubpuster denken.

  7. Wegen des jüdischen Laubbläserfestes kann man die Geräte in Deutschland schlecht verbieten: http://demystifikation.wordpress.com/2014/10/13/judisches-laubblaserfest/

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