Warum Kindeswohl ein reines Glücksspiel ist

+++Alea jacta est- Die Würfel sind gefallen+++

Baden-Baden – Wer glaubt, eine rigorose Verschärfung des Glücksspielstaatsvertrages würde nur das Leben passionierter Zocker, hoffnungsloser Glücksritter und insbesondere Seven-Eleven-Spieler betreffen, irrt gewaltig. Die Eingabe der „Liga besorgter Eltern“ – LbE – könnte das alltägliche Leben breiter Bevölkerungsschichten kräftig durcheinanderwürfeln durcheinanderwirbeln.

„Die Suchtprävention Jugendlicher wird durch vorhandenes Regelwerk längst nicht ausreichend vorangetrieben. Die Versuchungen werden täglich als Einstiegsdroge in Kitas, Schulkantine und im häuslichen Bereich auf dem Präsentierteller gereicht. Den Rest geben Kochformate, die von zahlreichen Sendern zu bester Familienzeit ausgestrahlt werden. Deshalb ist es längst überfällig, dass wir, Eltern, Großeltern und alle verantwortungsbewussten Menschen, Zeichen setzen und auf das Recht auf nicht manipulierende Mahlzeiten ihrer Schutzbefohlenen pochen.“

Hiltrud-Hermine Meier, selbsternannte Sprecherin der LbE, einer bunt zusammengewürfelten gemischten Gruppierung aus dem gesamten Bundesgebiet, veranschaulicht die Brisanz des Themas an Beispielen:

Würfelzucker - Wenn es nach der LbE ginge, demnächst verboten.

Würfelzucker – Wenn es nach der LbE ginge, demnächst verboten.

„Um gesundes Essen schmackhaft zu machen, raten sogenannte Experten immer wieder dazu, Obst und Gemüse in fürs Auge gefällige Stücke zu würfeln. Sie vergessen dabei, dass das Auge nicht nur mitisst, sondern latent-permanent Reize zum Abspeichern ins Gehirn weiterleitet. Noch Jahre später kann beim Anblick eines Spielwürfels der Pawlowsche Effekt eintreten. Ist dann nicht sofort etwas Essbares greifbar, wird als Ersatzhandlung bis hin zur Zwanghaftigkeit mit den Würfeln gespielt. Ein Suchtphänomen, das bisher leider noch im gefährlichen Maße unterschätzt wird.“

Ein Sofortmaßnahmenkatalog ist gegen eine geringe Schutzgebühr in Höhe von €49,99 sofort verfügbar. Für NormalverdienerInnen unter unseren Lesern haben wir die Kosten nicht gescheut und die wesentlichen Punkte zusammengefasst:

  • Entsprechende Umschreibung sämtlicher im deutschsprachigen Raum erhältlicher Kochbücher; entsprechende Lektüre aus EU- Ländern sollte in spätestens 4 Monaten würfelfrei sein.
  • Zertifizierung von Kitas und ähnlichen Betreuungseinrichtungen nach obligatorischer Teilnahme aller MitarbeiterInnen am Kurs „Obst und Gemüse schneiden – die Form ist ausschlaggebend“
  • Freiwillige Selbstkontrolle der Fernseh- und Rundfunkanstalten, ihre Manuskripte für Kochshows betreffend
  • Der in mehrfacher Hinsicht gesundheitsschädliche Würfelzucker ist sofort aus der Gastronomie zu verbannen.
  • Verbannung des Wortes „Würfel“ aus sämtlichen einschlägigen Nachschlagewerken bzw. Ersatz durch den Begriff GsQi3D*

Die LbE gibt sich kampfbereit und macht deutlich, dass sie den Weg durch alle Instanzen nicht scheuen werde, um ihre Forderungen durchzubringen. Allerdings müsste sich die Vorsitzende aller Besorgten um einen neuen Anwalt bemühen. Der Rechtsbeistand, der die Streitbare noch zu ihren kurzen veganischen Zeiten unterstützte (wir berichteten), hat längst das Handtuch geworfen. Frau Meier kommentierte dies äußerst abschätzend: „ Er hatte wohl nicht genügend Eier in der Hose.“

*Gleichseitiges Quadrat in 3D

Bilder © 1/2 Pixabay/CC0

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  1. Warum das Wort "Würfel" aus der deutschen Sprache gestrichen werden muss

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