EU setzt Walfangquoten für die Müritz fest

Endlich geht es wieder los! Endlich geht es wieder los!

„Das ist eine ökologische Notwendigkeit!“

 

Waren/Müritz  – Trotz massiver internationaler Proteste haben die EU-Fischereiminister die Walfangquoten für die Mecklenburgische Seenplatte neu festgelegt.

Der Walfang hat hier Tradition!

Jahrhundertealte Tradition – Walfänger auf der Müritz

So sollen zwischen 2010 und 2015 je 150 Zwerg- und Finnwale den Harpunen der Walfänger zum Opfer fallen. Das wären dann 280 Tiere mehr, als in den vergangenen fünf Jahren. Dazu Karsten Frühauf, der Sprecher des EU-Ministerrats im Interview mit dem Berliner Herold:

„Diese Entscheidung ist eine ökologische Notwendigkeit. Durch die jahrelange Schonung der Wale ist deren Population förmlich explodiert. So haben zum Beispiel die selten gewordenen Rohrdommeln kaum noch die Möglichkeit am Ufer der Müritz zu brüten. Denn vor allem Kleinfische, die zur Aufzucht der Jungen notwendig sind, wurden durch die Wale derart dezimiert, dass wir diesen, auch für uns schwierigen Schritt einfach gehen mussten.“

 

Was hier mit Sicherheit die Umweltaktivisten auf den Plan rufen wird, ist für die ortsansässigen Fischer allerdings ein Grund zur Freude. Denn schließlich hat der Walfang in dieser Region eine jahrhundertelange Tradition.

So wurden die Tiere von jeher bejagt und das schmackhafte Walfleisch bereicherte so manchen Speiseplan. Doch durch die Emotionalisierung der Großsäuger – von auf Spendengelder angewiesenen, selbsternannten Umweltschutzorganisationen – ist diese schöne Tradition in den letzten Jahren ziemlich verkümmert.

Doch schon bald kann sich der Reisende selbst ein Bild davon machen. Denn wenn erst „Großmutters Walsupp“ wieder vermehrt auf den regionalen Speisekarten zu finden ist, dürfte so mancher Kritiker wohl endgültig verstummen.

Ihr zuliebe - die seltene Rohrdommel

Ihr zuliebe – die seltene Rohrdommel

  1. Quelle: Stahlkocher
  2. Quelle: Sean Linehan
  3. Quelle: Lucien Monfils
  4. Quelle: Marek Szcepanek

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3 Kommentare zu EU setzt Walfangquoten für die Müritz fest

  1. Die Festsetzung der Walfangquoten für die Müritz sorgt für Arbeitslosigkeit bei den ausgebildeten Jägern und forciert die Abwanderung.

    Seit der erneuten Festsetzung der Walfangquoten sind meine Walfang-Riesenschnauzer nicht mehr zu ertragen. Durch den Wegfall ihrer täglichen Lieblingsbeschäftigung: Zwergwal – apportieren kommt es häufiger vor, dass sie anstatt eines Zwergwales ein Sportboot apportieren und es bei mir auf dem Grundstück ablegen. Teilweise sind die Besatzungen noch an Bord und es fällt dadurch leicht das Boot an den Besitzer zurück zu geben.

    Seit der Festsetzung der Walfangquoten für die Müritz, haben sich in Waren auf dem Gelände meiner Ferienwohnungen bereits 15 Sportboote angesammelt deren Besitzer nicht zu ermitteln waren. Ich werde wohl einen Bootsverleih eröffnen und die Walfang-Riesenschnauzer umschulen lassen auf die Tätigkeit als Hafenmeister, bevor sie noch abwandern.

  2. Michael Stemler // 25. Juni 2010 um 14:43 //

    Nachdem im April erstmals Ebbe und Flut im Warener Hafen einsetzte und somit die mit Frischluft beladenen Schiffe nicht mehr einlaufen konnten – kommt ein weiteres schwerwiegendes Ereignis auf uns zu – die Walfangquote für die Müritz.
    Sämtliche Spelunken müssen sich nun wohl oder übel von ihren heißgeliebten Lebertrancocktails verabschieden und sich auf eine der härtesten Prohibitionen aller Zeiten einstellen.
    Quo Vadis Müritz

  3. wundervoll!
    Der Weiße gehört mir…und ich dachte immer nur an Hechte und Zander, nunja…
    Wurd ja auch ma Zeit, da das Baden zur Qual wurde durch die Angst eines bitteren Walangriffs.
    Und das ständige reparieren des Sportbootes durch die Schäden an der Schraube wenn man erstma einen erwischt hatte…

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